Viele Schulen möchten vor einer Buchung wissen, was an einem Workshop-Tag konkret passiert. Der eintägige Workshop verbindet meine persönliche Geschichte mit Reflexion, Gruppenarbeit und konkreten Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag.
Der 90-Minuten-Vortrag ist ein eigenes Format: In der Aula erzähle ich meine Geschichte, spreche über Mobbing, Ausgrenzung, Selbstwert und Resilienz und beantworte Fragen. Der Projekttag geht weiter. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in kleineren Gruppen und entwickeln gemeinsam Lösungen.
Block 1: Vertrauen und persönliche Geschichte
Am Anfang stelle ich mich vor, erkläre den Rahmen und starte mit einer persönlichen Reflexionsfrage. Niemand muss eigene Erfahrungen erzählen. Es geht darum, dass die Gruppe eine gemeinsame Sprache findet und offen zuhören kann.
Danach erzähle ich, was Ausgrenzung und Mobbing für mich bedeutet haben und wie ich meinen Weg zurück zu mir selbst gefunden habe. Die Schülerinnen und Schüler dürfen Fragen stellen. Meine Geschichte schafft den Zugang zu den anschließenden Gesprächen und Übungen.
Block 2: Verstehen und Analysieren
Im zweiten Block wird sichtbar, was Menschen an Belastungen mit sich tragen können. In einer begleiteten und freiwilligen Übung mit der Gewichtsweste halten die Schülerinnen und Schüler anonym fest, welche Belastungen im Alltag eine Rolle spielen können. Die Gewichte sind ein Symbol dafür, dass vieles von außen nicht zu erkennen ist.
Anschließend sprechen wir über die psychischen, sozialen und emotionalen Folgen von Mobbing. In Kleingruppen bearbeiten die Schülerinnen und Schüler ein Mobbing-Szenario: Wie reagieren die Beteiligten? Was wäre eine mutige und hilfreiche Reaktion? Die Ergebnisse werden gemeinsam besprochen.
Block 3: Lösungen und Handeln
Im dritten Block teile ich Erfahrungen und Strategien, die mir im Umgang mit Hass, Ausgrenzung und Rückschlägen geholfen haben. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Gedanken und Werkzeuge, die sie auf ihren eigenen Schulalltag übertragen können.
Danach vergleichen wir drei Perspektiven: meinen persönlichen Handlungsansatz, die bestehenden Strategien der Schule und eine gemeinsam entwickelte Lösung für die jeweilige Gruppe. Zum Abschluss gibt es eine offene Fragerunde und eine persönliche Abschlussbotschaft. Die Schülerinnen und Schüler halten fest, was sie aus dem Tag mitnehmen.
Für welche Schulen passt das Format?
Der eintägige Workshop richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7. Pro Gruppe sind bis zu 30 Schülerinnen und Schüler vorgesehen; mehrere Gruppen an einer Schule sind möglich. Der Raum sollte Gespräche und Gruppenarbeit zulassen. Lehrkräfte und schulisches Fachpersonal sind eingeladen, teilzunehmen.
Für mehrere hundert Schülerinnen und Schüler in der Aula eignet sich vor allem der 90-Minuten-Vortrag mit anschließender Fragerunde. Der eintägige Workshop kann danach in kleineren Gruppen vertieft werden. So erreicht die persönliche Geschichte viele Menschen, während die Präventionsarbeit in einer passenden Gruppengröße stattfindet.
Wenn ein Tag nicht ausreicht
Das dreitägige Format baut auf denselben drei Blöcken auf, gibt jedem davon aber mehr Zeit. Am ersten Tag stehen Vertrauen und persönliche Geschichte im Mittelpunkt. Der zweite Tag dient dem Verstehen und Analysieren von Mobbing. Am dritten Tag entwickelt die Gruppe Lösungen und verankert das Gelernte.
Welche Variante passt, hängt von der Schule, der Gruppengröße und dem Ziel der Präventionsmaßnahme ab.
Mobbingprävention an Ihrer Schule
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