Manche Begegnungen beginnen lange, bevor man sich wirklich begegnet. Vor knapp drei Jahren schrieb ich Carsten Stahl. Damals bekam ich keine Antwort. In der Zwischenzeit hielt ich mehrere Workshops. Drei Jahre später lud er mich an die Friedrich-Solle-Regelschule in Zeulenroda-Triebes in Thüringen ein.

Ich begleitete Carsten an diesem Tag von morgens bis abends. Danach stand ich selbst vor rund 400 Schüler*innen. Ich hatte 30 Minuten Zeit, um über meine Geschichte zu sprechen: über Ausgrenzung, verletzende Worte und das Gefühl, anders zu sein.

Ich wollte keine Moralpredigt halten. Ich wollte den Jugendlichen ehrlich begegnen und ihnen sagen, dass man sich nicht kleiner machen muss, nur weil andere einen nicht verstehen.

Was für mich normal ist, muss nicht für dich normal sein. Anders zu sein bedeutet nicht, unnormal zu sein.

Danach folgte ein riesiger Applaus. Schüler*innen kamen auf mich zu. Einige wollten ein Foto oder ein Autogramm. Andere blieben stehen und erzählten mir Dinge, die sie offenbar nicht jedem erzählen konnten.

Noch heute, mehr als eine Woche später, schreiben mir Schüler*innen, wie viel Positives sie aus dem Vortrag mitgenommen haben. Das berührt mich sehr.

In diesem Moment habe ich wieder gespürt, warum ich über Mobbingprävention an Schulen spreche. Es geht nicht nur darum, Begriffe zu erklären. Es geht um den Augenblick, in dem ein junger Mensch merkt: Ich bin nicht allein. Ich darf darüber sprechen. Ich darf Hilfe annehmen.

Heute verbinde ich diese Erfahrung mit meinen Schulworkshops. Ich spreche über Mobbing, Cybermobbing, Selbstwert, Resilienz und ein respektvolles Miteinander. Nicht, um Schulen Angst zu machen, sondern um Gespräche zu öffnen, bevor jemand sich immer weiter zurückzieht.

Mobbingprävention an Ihrer Schule

Wenn Sie Mobbingprävention persönlich und nahbar umsetzen möchten, finden Sie hier meine Schulworkshops.

Mobbingpräventions-Workshops ansehen →